Pedro Almodóvar

Pedro Almodóvar

Pedro Almodóvar Caballero wurde am 24. September 1949 in Calzada de Calatrava geboren. Er ist ein berühmter Spanischer Regisseur und Drehbuchautor.

Schon früh begann er sich für Filme zu interessieren und besuchte regelmäßig das Kino. “Ich war schon als kleiner Junge ein Geschichtenerzähler. Und wenn ich mit meinen Geschwistern ins Kino ging, erzählte ich ihnen den Film danach noch einmal. Meistens gefiel ihnen meine Version besser.” (Quelle: www.kino.de)

Im Alter von 17 Jahren zog er allein und ohne Geld nach Madrid und schlug sich dort mit Gelegenheitsjobs durch. Er bekam eine Stellen als Büroangestellter die er 12 Jahre lang behielt. In dieser Zeit schrieb er viele Geschichten und eine Kolumne für eine spanische Zeitschrift.

Pepi Luci Bom und die anderen Mädchen der Bande

Pedro Almodóvar begann als Underground-Künstler. Nach dem Ende der Franco Diktatur 1975, wurde er mit seinem ersten Spielfilm Pepi, Luci, Bom und die anderen Mädchen der Bande wurde er zu einer wichtigen Person des Spanischen Kinos und über die Grenzen Spaniens hinaus bekannt.

Er selbst ist homosexuell, was sich auch in vielen seiner verarbeiteten Themen widerspiegelt. Ein Merkmal der Almodóvar Filme ist das Brechen von Tabus. Die Handlungen entwickeln sich oft gegen gesellschaftliche Regeln.

Ein weiteres wiederkehrendes Phänomen seiner Filme ist die Rolle der Mutter, sowie das Leben und Lieben der Frauen. Die Farbe Rot kommt sehr oft vor und wird von ihm symbolisch eingesetzt. Mit Hilfe ihrer setzt der spanische Regisseur Akzente in allen seinen Filmen.

Volver - die Farbe Rot gezielt eingesetzt

Der schwarze Humor und die absurden Handlungen heben den Wiedererkennungswert Almodóvars Filme. Oft sind die verrückten Geschichten geprägt von Leidenschaft und Gefühlen, sowie Sex.

1987 bekam Pedro Almodóvar den Teddy Award für Das Gesetz der Begierde im Rahmen der Berlinale. Für seinen Film Alles über meine Mutter bekam er 1999 zwei Goyas,  den Europäischen Filmpreis als Bester europäischer Film, sowie  den Golden Globe als auch den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film. Auch in Cannes räumte er den Regiepreis ab.

Für Sprich mit ihr erhielt er 2003 den Oscar für das beste Drehbuch und in Cannes 2006 wurde er für Volver mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

Gerne arbeitet er mit der weltweit bekannten, spanischen Schauspielerin Penélope Cruz zusammen. Wie auch in seinem neuesten Film Zerissene Umarmungen.

eine Auswahl seiner berühmtesten Filme:

  • 1980: Pepi, Luci, Bom und andere Mädchen der Bande
  • 1987: Das Gesetz der Begierde
  • 1988: Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs
  • 1990: Fessle mich!
  • 1999: Alles über meine Mutter
  • 2002: Sprich mit ihr
  • 2004: La mala educación – Schlechte Erziehung
  • 2006: Volver – Zurückkehren
  • 2009: Zerissene Umarmungen

Tipp für Fans: Pedro Almodóvar – Die große Edition ist eine Sammlung mit 14 DVDs. Leider sind nicht alle Filme des Regisseurs enthalten, aber immerhin sehr viele. Aber für Fans ist die Box dennoch sicher ein heißer Tipp.

18. Februar 2010. Schlagwörter: , . Filme, Genres, Kino, Regisseure. Hinterlasse einen Kommentar.

La historia del cine español – Die Geschichte des Spanischen Kinos

un perro andaluz

Das erste Spanische Kino entstand 1896. In den Jahren bis 1910 wurde Barcelona das Zentrum der Filmentwicklung. Aber bereits in den 20er Jahren siedelte die Szene um nach Madrid. In dieser Zeit entstanden (Stummfilm-) Klassiker wie zum Beispiel Un perro andaluz (Ein andalusischer Hund) von Luis Buñuel in Zusammenarbeit mit Salvador Dalí, der aber nicht in Spanien sondern in Paris gedreht wurde.

Mit dem Aufkommen der Tonfilme begann ein goldenes Zeitalter des Spanischen Kinos. Doch der Bürgerkrieg (1936-1939) setzte diesem Erfolg ein jähes Ende. Während des Krieges wurden Filme als Propagandamittel verwendet.

Nach dem Krieg gingen viele berühmten Regisseure ins Exil. Unter dem Regime Francos wurde die Filmbranche von Zensur kontrolliert. In den 50er Jahren wurden die Filme realistischer mit Regisseuren wie Luis Gracía Berlanga und Juan Antonio Bardem.

cría cuervos

Ab den 60ern gewannen typische Spanische Komödien an Bedeutung. In den 1970er Jahren durchlebte die Branche eine Krise. Der Fernseher hielt Einzug in die Spanischen Heime. Trotzdem wurden in dieser Zeit gute Filme gedreht, zum Beispiel: Cría cuervos (Züchte Raben…) von Carlos Saura. Mit der Demokratie kam eine Art des Films auf die auf Spanisch “el destape”, der Striptease, genannt wird. Diese Filme sind geprägt von Humor und Erotik und hatten damals viel Erfolg.

sal gorda

In den 80er Jahren wurde ein Genie des Spanischen Films bekannt: Pedro Almodóvar. Seine ironisch, absurden Filme bilden die Basis für das sogenannte Genre der “comedia madrileña”, der Komödien aus Madrid. Ein weiteres Besipiel dieses Genres ist Sal gorda von Fernando Trueba.

Heute genießen die Spanischen Filme weltweites Ansehen. Regisseure wie José Luis Garci und eben Fernando Trueba und Pedro Almodóvar räumten bereits Oscars ab. Auch Schauspieler wie Penélope Cruz und Antonio Banderas sind in Hollywood heiß begehrt.

Auch in der Zukunft ist der Erfolg des Spanischen Kinos gesichert mit Regisseuren wie Álex de la Iglesia, Julio Medem oder Alejandro Amenábar.

16. Februar 2010. Schlagwörter: , . Genres, Kino. Hinterlasse einen Kommentar.

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