Chihiros Reise ins Zauberland

DVD Chihiros Reise ins Zauberland
Chihiros Reise ins Zauberland (Originaltitel: 千と千尋の神隠し) ist ein japanischer Zeichentrickfilm des weltberühmten Anime-Regisseurs Hayao Miyazaki.
Die zehnjährige Chihiro ist gar nicht begeistert von den Umzugsplänen ihrer Eltern. Die haben ein Haus in einem kleinen Vorort gekauft und verlassen somit Tokios Stadtgebiet. Sie verirren sich und stoßen sie auf einen Tunnel. Sie gehen hindurch und gelangen in die Zauberwelt Aburaya. Chihiros Eltern essen in einem leeren Restaurant und werden daraufhin in Schweine verwandelt.
Ein geheimnisvoller Junge namens Haku erscheint und sagt ihr, dass es nur eine Möglichkeit gibt ihre Eltern zu retten: Sie muss für die böse Hexe Yubaba in ihrem Badehaus arbeiten und einige grauenhafte Aufgaben ertragen.

Der Film über die kleine Chihiro und ihr magisches Abenteuer, erzielte in Japan umgerechnet 229,6 Millionen US-Dollar. Weltweit erntete er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem 2003 den Oscar für den besten Animationsfilm und 2002 den goldenen Bär der Berlinale. Heute gilt er als der Zeichentrickfilm mit den meisten internationalen Auszeichnungen.
Ich gebe diesem Film 54 von 60 möglichen Punkten
Originalität der Handlung: 10
Zeichnungen: 10
Charaktere: 9
Tiefgründigkeit: 10
Kurzweiligkeit: 8
Überraschendes Ende: 7
Hayao Miyazaki

Hayao Miyazaki
Hayao Miyazaki ist der wohl bekannteste Regisseur von japanischen Zeichentrickfilmen, sogenannten Anime. Weniger bekannt sind seine Tätigkeiten als Zeichner, Grafiker, Drehbuchautor und Produzent.
Er wurde am 5. Jänner 1941 in Tokio geboren. Nachdem er vier Jahre lang Politikwissenschaften und Ökonomie studierte, schloss er sich 1963 der Produktionsfirma Studio Toei an. Dort begann er als Animezeichner und arbeitete unter anderem an der Zeichentrickserie Heidi mit.
1979 produzierte Miyazaki seinen ersten Autorenfilm: Das Schloss des Cagliostro
Danach arbeitete er an der Geschichte der jungen Prinzessin Nausicaä. Die Kinoversion, Nausicaä aus dem Tal der Winde brachte den Durchbruch und machte den Regisseur international bekannt.

Studio Ghibli Logo
Dieser große Erfolg ermöglichte ihm die Gründung eines eigenen Studios. Das Studio Ghibli. Er produziert dort aber nicht nur eigene Filme, sondern auch die von anderen Regisseuren. In diesen Studios werden nicht nur unzählige Kurzfilme produziert, sondern bis jetzt auch sieben große Spielfilme, die Miyazaki zu einem der wichtigsten Vertreter des japanischen Anime-Genres macht.
1997, nach der Premiere des Films Prinzessin Mononoke, gab der Japaner bekannt zurückzutreten um jüngeren Talenten Platz zu machen. Dieses Versprechen sollte allerdings nicht lange halten. Bereits 2001 kehrte er als Regisseur zurück mit dem Film Chihiros Reise ins Zauberland. Dieser Film brach bereits damals Verkaufsrekorde und ist bis dato der Zeichentrickfilm mit den weltweit meisten Auszeichnungen. (z.B.: Goldener Bär 2002, Oscar 2003)

Prinzessin Mononoke 1997
Der nächste Kassenschlager, Das wandelnde Schloss, erschien 2004.
Miyazakis neuester Film Ponyo erschien 2008 in den Kinos und zählte bereits am ersten Wochenende über 1,2 Millionen Besucher allein in Japan.
Die Schauplätze in Miyazakis Filmen befinden sich sowohl in japanischen als auch in europäischen Gegenden. Eines seiner Lieblingsthemen ist der Konflikt und Kriege zwischen traditionellen Kulturen und modernen Technologien die die Natur zerstören.
Ein weiteres wiederkehrendes Thema sind fiktive und phantastische Flugmaschinen die in einem alternativ erfundenen 19. Jahrhundert existieren. Deshalb können Miyazakis Filme zum Teil auch dem Genre des Steampunk zugerechnet werden.

Das wandelnde Schloss 2004
eine Auswahl seiner bekanntesten Filme:
- 1979: Das Schloss des Cagliostro
- 1984: Nausicaä aus dem Tal der Winde
- 1986: Das Schloss im Himmel
- 1988: Mein Nachbar Totoro
- 1997: Prinzessin Mononoke
- 2001: Chihiros Reise ins Zauberland
- 2004: Das wandelnde Schloss
- 2008: Ponyo
als Produzent war er beteiligt an Filmen wie:
- 1988: Die letzten Glühwürmchen
- 2002: Das Königreich der Katzen
